NATURHEILPRAXIS RUTH DUDENHOEFFER

HEILPRAKTIKERIN

Aktuell hat ein Magen - Darm -Virus viele Patienten befallen. In solchen Fällen sucht man in der Homöoapthie nach dem sogenannten Genius epidemicus, einem Arzneimittel, dass für alle Patienten passend ist.

Dieses Medikament ist im Moment: Arsenicum album C30

Die Symptome: Kälte, Schwäche mit Unruhe, Erbrechen, Übelkeit, Kopfschmerzen, Durchfall gelb - grün, wässrig,

Zusätzlich kann ich Ihnen empfehlen Symbiodetox als Medikament einzusetzen um bei den ersten Anzeichen die Toxine zu binden und auszuscheiden. Es genügt wenn sie für 3 Tage täglich einen Beutel in Wasser auflösen und trinken. Bitte beachten Sie dass sie einen Mindestabstand von 1 Stunde zur Einnahme jeder anderen Arznei einhalten müssen, da  die Arzneiwirkung sonst abgeschwächt oder gar zunichte gemacht wird.

Die Homöopathie und ihre „Symptomenbehandlung“

Organon §6„Der vorurtheillose Beobachter, - die Nichtigkeit übersinnlicher Ergrübelungen kennend, die sich in der Erfahrung nicht nachweisen lassen, - nimmt, auch wenn er der scharfsinnigste ist, an jeder einzelnen Krankheit nichts, als äußerlich durch die Sinne erkennbare Veränderungen im Befinden des Leibes und der Seele, Krankheitszeichen, Zufälle, Symptome wahr, das ist, Abweichungen vom gesunden, ehemaligen Zustande des jetzt Kranken, die dieser selbst fühlt, die die Umstehenden an ihm wahrnehmen, und die der Arzt an ihm beobachtet. Alle diese wahrnehmbaren Zeichen repräsentiren die Krankheit in ihrem ganzen Umfange, das ist, sie bilden zusammen die wahre und einzig denkbare Gestalt der Krankheit 1).“

1) Ich weiß daher nicht, wie es möglich war, daß man am Krankenbette, ohne auf die Symptome sorgfältigst zu achten und sich nach ihnen bei der Heilung genau zu richten, das an der Krankheit zu Heilende bloß im verborgnen und unerkennbaren Innern suchen zu müssen und finden zu können sich einfallen ließ, mit dem prahlerischen und lächerlichen Vorgeben, daß man das im unsichtbaren Innern Veränderte, ohne sonderlich auf die Symptome zu achten, erkennen und mit (ungekannten!) Arzneien wieder in Ordnung bringen könne und daß so Etwas einzig gründlich und rationell kuriren heiße?

Ist denn das, durch Zeichen an Krankheiten sinnlich Erkennbare nicht für den Heilkünstler die Krankheit selbst - da er das die Krankheit schaffende, geistige Wesen, die Lebenskraft, doch nie sehen kann und sie selbst auch nie, sondern bloß ihre krankhaften Wirkungen zu sehen und zu erfahren braucht, um hienach die Krankheit heilen zu können? Was will nun noch außerdem die alte Schule für eine prima causa morbi im verborgnen Innern aufsuchen, dagegen aber die sinnlich und deutlich wahrnehmbare Darstellung der Krankheit, die vornehmlich zu uns sprechenden Symptome, als Heilgegenstand verwerfen und vornehm verachten? Was will sie denn sonst an Krankheiten heilen als diese?

Die Diagnose in der Homöopathie ist nicht unwichtig, wie viele Kritiker der Homöopathie behaupten und ja wir behandeln Symptome, doch warum, spielt in der Homöopathie der Krankheitsname eine untergeordnete Rolle. Der Symptomenbegriff in der Homöopathie ist nicht einfach nur EIN Symptom.

Gehen wir einfach mal davon aus, ein Patient erscheint mit Kopfschmerzen in der Praxis. Organische Ursachen sind abgeklärt und die Diagnose Spannungskopfschmerz wurde gestellt. Klassisch würde man nun die Kopfschmerzen mit einem Schmerzmittel unterdrücken. Und wenn 10 Patienten mit der Diagnose Spannungskopfschmerzen in die Praxis kommen, bekommen diese 10 Patienten ein Schmerzmittel. So einfach ist es homöopathisch gesehen nicht. Wir benötigen eine umfassende Fallanalyse um das vollständige Symptom zu erkennen. Ein vollständiges Symptom erfasst die Aspekte:

Causa =

Worin liegt die Schwächung der Lebenskraft? Zu wenig Schlaf? Durchnässung? Unterkühlung? Kummer? etc. Was ist passiert, was ist der Grund dieser Erkrankung? Nicht immer werden sie eine Causa finden, selbst wenn sie vorhanden ist. 

Lokalisation und Erstreckung =

Bei Kindern oft schwierig, da z.B. die angegebenen Bauchschmerzen für etwas ganz anderes stehen können. Lokalisation und Erstreckung sind vor allem bei der Schmerzbehandlung von Rückenschmerzen, Bauchschmerzen oder Kopfschmerzen wichtig. Hier gibt die Lokalisation und v. a. der Schmerzverlauf oft wichtige Hinweise auf die richtige Arznei.

Empfindung =

Hier besteht die größte Möglichkeit des Missverstehens, da Empfindungen eine ganz eigene Angelegenheit sind und fehl gedeutet werden können. Da Empfindungen etwas sehr Iindividuelles sind, sind sie auch sehr schwer nachvollziehbar und daher auch im Symptomenverzeichnis nur genau in der Art nachschlagbar, wie sie vom Kranken geschildert werden.

Modalitäten =

Hier handelt es sich um die Verbesserung oder Verschlechterung eines Symptoms z.B. Husten wird schlechter im Liegen, Rückenschmerzen werden besser durch Bewegung. 

Mögliche Modalitäten ob besser oder schlechter sind häufig: Bewegung, Ruhe, Kälte, Wärme, Trost, Widerspruch, Kritik, .....

Begleitsymptome =

Symptome, die die Lokalbeschwerden begleiten aber örtlich verschieden auftreten. Patient hat z.B. Kopfschmerzen und gleichzeitig ein Jucken im rechten Ohr, das nur bei diesen Kopfschmerzen auftritt.

Je vollständiger ein Symptom aufgezeichnet werden kann, umso einfacher ist die Mittelwahl. Mindestens 3 wahlanzeigende Symptome sollten allerdings das Grundgerüst der Arzneimittelwahl bilden.

Und so wird der Patient mit drückenden Kopfschmerzen in der Stirn, welche sich bei Bewegung verschlimmern und mit Übelkeit einhergehen, ein anderes Medikament benötigen, als der Patient dessen Kopfschmerzen stechend sind, die sich im Sitzen bessern, die sich aber auch in der Stirn befinden.

Alle Informationen zusammengenommen, stellen die Erkrankung des Patienten da und so individuell wie die Symptome dieser Erkrankung, so individuell ist dann auch die Arzneiwahl. In der Homöopathie wird auch noch der familiäre Hintergrund (krankheitstechnisch gesehen) betrachtet. Zwei Patienten, eine Diagnose aber genauso so individuell wie zwei Patienten mit gleichem Vornamen, genauso individuell sind ihre Erkrankungen. Die schulmedizinische Diagnose wird nicht negiert, im Gegenteil sie wird ernst genommen und fließt selbstverständlich in die Arzneiwahl mit ein. Homöopathie behandelt nicht nur eine Diagnose, sondern nimmt den Patienten mit seiner Diagnose in seiner Ganzheit wahr. Deshalb ist die Erfassung eines vollständigen Symptoms so wichtig. Im Grund sollte jeder Patient auch eine individuelle Diagnose erhalten.

Bleiben Sie gesund.

Mein naturheilkundlicher Nachmittag bietet Ihnen immer die Gelegenheit sich ausführlich über naturheilkundliche und homöopathische Themen zu informieren. Die Termine und ausführliche Infos finden Sie unter dem Punkt Seminare.